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Irischer Drohnenanbieter verlagert Produktion in die USA und kündigt mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze an

13. Juli 2026

Irischer Drohnenanbieter verlagert Produktion in die USA und schafft mehr als 1.000 Arbeitsplätze

Tulsa, Oklahoma — Der irische Drohnen-Lieferdienst Manna Aero hat seinen ersten großen US-Standort in Tulsa eröffnet und plant binnen weniger Jahre mehr als 1.000 neue Stellen. Das Unternehmen reagiert damit auf regulatorische Schwierigkeiten in Europa und setzt massiv auf den amerikanischen Markt.

Bei einer öffentlichen Vorführung am 8. Juli 2026 präsentierte Manna seine autonome Liefertechnik: Kleine, schnelle Drohnen transportieren Pakete bis zu vier Kilogramm und senken die Sendungen am Zielort an einem Seil ab, anstatt zu landen. Der Vorstandsvorsitzende Bobby Healy erklärte, dass Produktion, Montage und ein großer Teil der Belegschaft in Oklahoma angesiedelt werden sollen. Innerhalb eines Jahres soll die lokale Produktion anlaufen, mittelfristig sind über 1.000 Arbeitsplätze in den Bereichen Luftfahrt, Fertigung und Betrieb geplant.

Produktionsstart, Hubs und Tempo

Manna hat bereits Baugenehmigungen für einen Startplatz beantragt und plant eine eigene Fabrik für die Herstellung der patentierten Drohnen. Kurzfristig soll das Betriebsteam in Tulsa auf 200 bis 300 Mitarbeiter anwachsen. Das Unternehmen will in den kommenden zwölf Monaten 30 bis 40 lokale Liefer-Hubs errichten; der volle Betrieb ist für September 2026 vorgesehen. Die Drohnen erreichen rund 80 km/h, die Lieferzeit wird mit drei bis acht Minuten angegeben.

Strategie, Finanzierung und Führung

Der Schritt in die USA folgt auf eine Series-B-Finanzierung im April 2026 über 50 Millionen US-Dollar; das gesamte eingesammelte Kapital liegt nun bei rund 110 Millionen Dollar. Zur Steuerung der internationalen Expansion holte Manna am 7. Juli 2026 Kenny Jacobs an Bord. Der frühere Manager des Dublin Airport-Betreibers DAA und Ex-Ryanair-Manager wird von Tulsa aus die Aktivitäten in den USA und Großbritannien vorantreiben.

Kooperationen und Sicherheitsversprechen

Manna arbeitet bereits mit Dienstleistern wie DoorDash und Uber Eats zusammen, um Lebensmittel und Kleinsendungen zuzustellen. Auf Sicherheitsfragen betonte das Unternehmen, dass die Drohnen nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden sind und während der Flüge keine Videoaufzeichnungen anfertigen. Ziel sei es, den Lieferverkehr auf den Straßen zu reduzieren und CO2-Emissionen einzusparen.

Regionale Gründe und politische Reaktionen

Die Wahl Tulsas begründete Manna mit der dort vorhandenen Luftfahrt-Infrastruktur und digitalen Testsystemen, die Flüge außerhalb der Sichtweite ermöglichen. Gouverneur Kevin Stitt und Tulsas Bürgermeister Monroe Nichols begrüßten die Ansiedlung. Überraschend: Für das Projekt wurden nach Unternehmensangaben weder direkte finanzielle Anreize von Stadt oder Staat gewährt.

Blick nach Europa

Der strategische Schwenk in die USA ist auch eine Reaktion auf Planungs- und Regulierungsprobleme in Europa: Manna hatte seinen Flottenbetrieb in Irland zuletzt pausieren müssen. Irland bleibt zwar Hauptsitz für Forschung und Entwicklung, doch Entwicklung und Produktion verlagern sich deutlich stärker in die Vereinigten Staaten.

Weitere Prüfungen laufen: Neben Oklahoma untersucht Manna derzeit sechs weitere US-Städte für mögliche Standorte bis Ende 2027.

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